Die Ortsg'schicht von Baierbrunn ab 1800

 

Inhalt

  1. Einleitung
  2. Baierbrunn ab 776
  3. Baierbrunn ab 1632
  4. Baierbrunn ab 1800
  5. Baierbrunn ab 1900
  6. Baierbrunn ab 1946
  7. Fortsetzung folgt

IV

Baierbrunn ab 1800

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1850

Im 19. Jahrhundert wird das Isartal für das beginnende Industriezeitalter entdeckt. Es beginnt um 1850 mit einem Kalkofen an der Isar, d 1892 dem Isarwerk weichen muss, einem Wunderwerk der Elektrizitätserzeugung, das größte seiner Art in Deutschland.

 

1891

1891 dampft erstmals die Isartalbahn von Thalkirchen nach Ebenhausen. Sie verdrängt nach und nach die bisherigen Transportmittel, die Flößerei auf der Isar und die Pferdepost, die schon Goethe auf seiner Reise nach Italien benutzt hat.

Die moderne Kombination von Energie und schnellem Bahntransport hat zur weiteren Industrialisierung beigetragen. Im nahen Höllriegelskreuth entstanden Versuchsstationen zur Luftverflüssigung (Linde) und für die Elektrochemie (Peroxid).

 

1892

Die moderne Kombination von Energie und schnellem Bahntransport hat zur weiteren Industrialisierung beigetragen. Im nahen Höllriegelskreuth entstanden Versuchsstationen zur Luftverflüssigung (Linde) und für die Elektrochemie (Peroxid).

Um das "Baierbrunner Gold", den Lehm, stritten gleich zwei Ziegeleien. Der eine, Korhammer, beförderte es mit einer Seilbahn über die Alm zu seinem Betrieb, der andere, Wentz, mit Rollwagerl nach Großhesselohe.

Von den Veränderungen bleibt Baierbrunn nicht verschont. Es erhält 1891 sogar eine eigene Schule im Pfistergütl. Die Kinder müssen von nun an nicht mehr täglich 1 1/2 Stunden nach Kloster Schäftlarn gehen.

Die Betriebe, der Bahnbau und der Kanalbau an der Isar ziehen Arbeiter an, die sich hier niederlassen. In diese Zeit fällt auch der Bau der örtlichen Trinkwasserversorgung durch eine Quelle an der Isar. Das Trinkwasser befördert ein von der Isar betriebenes Pumpwerk in das 80 m höher gelegene Dorf. Alte Holzrohre lassen jedoch vermuten, dass das Dorf bereits früher mit Wasser versorgt wurde.

Der schnelle Weg mit der Bahn in die Stadt München zog ein Künstlervolk an. Berühmte Maler, wie Diefenbach, Bernhard Pankok, ein Vertreter des Jugendstils, und Coppenrath ließen sich hier nieder.

In wenigen Jahren entstanden mehrere Gasthäuser und ein Kaffeehaus. Die Bahn brachte die Stadtleute. Sogar auf der alten Burg erwachte neues Leben durch die Künstlerklause "Konradshöhe".

Die dort angesiedelten 3 Bauernhöfe verlegte man ins Dorf.

Vereine wurden gegründet: der Schützenverein, die Feuerwehr, die Radfahrer und die Rauberer. Die gute alte Zeit war ins Dorf eingekehrt.

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Motiv der Konradshöhe eingebrannt auf Holz von Valley Pruy

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Text von Mane Stockinger