Fronleichnam in Baierbrunn

Nach der Messe, die in der Kirche oder im Freien gefeiert wird, setzt sich die Fronleichnamsprozession in Bewegung. Voraus gehen die Fahne, Kreuz und Fahne, dann die Kinder und Jugend und die Pfarrjugend mit dem Banner.

Dann marschieren drei Burschen in Tracht mit der Burschenfahne, gefolgt von der Feuerwehr mit der Fahne und die Schützenvereine mit ihren Fahnen. Als nächstes folgen der Trachtenverein mit den Böllerschützen und seiner Fahne.

Vier Jungfrauen in Tracht ohne Hut mit Kranzl tragen die am Vorabend geschmückte Mutter Gottes, die seit 1923 Eigentum der Baierbrunner Dorfjugend ist. Anschließend folgen die Kranzljungfrau, die die Jungfrauenfahne trägt, begleitet von zwei Jungfrauen. Diese Fahne wurde von Pater Maurus vom Kloster Schäftlarn 1922 gestiftet mit der Auflage, diese immer in Tracht zu tragen. Musikalisch begleitet wird die Prozession von der Blasmusik und vom Chor. Es folgen zwei Laternen links und rechts neben dem Himmel, unter dem der Pfarrer mit der Monstranz marschiert.

Der Himmel wird traditionsgemäß von Baierbrunner Bauern getragen.

Nach dem Himmel kämen die Gemeindevertreter, was in Baierbrunn leider nicht der Fall ist. Zu guter Letzt marschiert das Volk.

Vorbei an den geschmückten Altären, Häusern und Wegen führt der Zug durchs Dorf. Bei jedem Segen lassen die Böller ihre Salve los.

Und natürlich darf anschließend die Weißwurst-Brotzeit nicht fehlen. Im Garten des Gasthofs zur Post sitzt man beisammen zur Musi der Isartaler Blasmusik.

 

Fotos von Stephan Jansen und Beatrix Mehringer, Fronleichnam 2004