Unsere Gruppen
Wir pflegen bayerisches Brauchtum, Gemeinschaft und Tradition – von Jung bis Alt. Freilich wird auch bei uns „Georgenstoana“ regelmäßig eine Tanzprobe abgehalten. Unser Vereinsmusikant Andi spielt dann mit seiner Quetschen auf, was eine besondere Freud macht. Und wenn auch nicht jede*r mag tanzen, dann sitzt man eben einfach zum Ratschen dabei.





Kinder & Jugend
Unsere Jugend – unser Herzstück! Übers ganze Jahr bereichert unsere Jugend unser Vereinsleben und das Geschehen im Dorf.
Die Kinder treffen sich freitags in unserem Vereinsheim, um gemeinsam das Tanzen und Plattln zu üben. Im Laufe des Jahres geben die Kinder dann ihr Können beim Johannifeuer, dem Gaufest oder bei anderen Festen zum Besten.
Es wird aber nicht nur getanzt, sondern uns liegt es auch am Herzen, die Kinder für die bayerische Kultur, die Mundart und das lokale Brauchtum zu begeistern.
Die Jugendarbeit geht aber auch über das Traditionelle hinaus.
Wenige Tage nach dem Jahreswechsel ziehen die Kinder als Sternsinger von Haus zu Haus und wünschen den Menschen „ein glückseliges neues Jahr nach christlichem Brauch“. Maschkara, das Ostereiersuchen und der jährliche Ausflug sind immer eine besondere Gaudi. Beim Fronleichnamszug und dem Gaufest ist die Jugend auch dabei und marschiert hinter der Fahne her. Mit Liedln, Gedichten und einem kleinen Theater gestalten sie am Ende des Jahres dann die Adventsfeier und backen dazu sogar noch gemeinsam die Weihnachtsplatzerl.
Die Kinder ab 4 Jahre proben freitags von 17:00-18:15. Ab 18:30 wird dann mit den Älteren (ab ca. 10 Jahren) das Plattln und Drehen oder auch anspruchsvollere Figurentänze eingeübt.
Ein besonderer Dank gilt unseren engagierten Jugendleiter*innen, die mit großem Herzblut und Engagement unsere Jugendgruppe betreuen. So schafft unser Verein vom Tanzn übers Singen und Musizieren Bindungen über Generationen hinweg, von den Kleinsten bis zum Ehrenmitglied.

"Aktiven"
Geplattelt und getanzt wurde schon immer und gern von Beginn 1919 an in unserem Verein. Bis in die 30er Jahre waren es nach den Anfängen aber nur Männer. 1947 hat dann die erste Maimusi nach dem Krieg wieder stattfinden können, aufgezogen damals wie heute im Stil einer Bauernhochzeit. Mit dabei freilich wieder die jungen Frauen im feschen Gewand. Eine Plattlergruppe wurde jedoch erst 1954 auf Drängen des späteren 1. Vorstandes Mane Stockinger wieder ins Leben gerufen. In der Küche vom Martbauernhof wurde zuerst der 6er-Schlag, bald dann – gemeinsam die Melodie pfeifend – ein erster Plattler probiert. Zum weiteren Üben trafen sich die Burschen dann beim Sexl, wo aus einem alten Grammophon krächzend die Haushamer-Melodie abgespielt wurde.
Bald gesellten sich die ersten Deandl dazu und die „Plattlergruppe“ war gegründet. Von der Schulgarage der Feuerwehr wurde ins Nebenzimmer vom Gasthof zur Post umgezogen, wobei der Verein in den folgenden Jahren noch einige Male seinen Standort wechseln musste: vom Gasthof Georgenstein und der Waldgaststätte Buchenhain in den Werkraum der Grundschule, wo mancher Tanz aus Platzmangel auch mal im Freien geübt werden musste. 1981 dann der endgültige Umzug ins Vereinsheim, wo der Verein bis heute seine Heimat gefunden hat.
Heute gehören zwei besondere Plattler ins Repertoire vom Trachtenverein: der „Baierbrunner Plattler“, komponiert von unserem ehemaligen Vereinsmusikanten und 1. Vorstand Franz Thalhammer 2011 und choreographiert von zwei jungen Vereinsmitgliedern. Ebenso der Georgenstoana-Plattler, auch von einem Vereinsmitglied für den Trachtenverein exklusiv inszeniert.
Unsere Tanz- und Plattlergruppe ist auch heute nach über 100 Jahren eines der tragenden Säulen unseres Vereins. Der letzte öffentliche Auftritt beim Tag der Gemeinde zum Festjahr 1250 Baierbrunner mit 14 Paaren war ein großer Erfolg und schön anzuschauen. Bei uns wird aber nicht nur geplattelt, sondern auch verschiedene und abwechslungsreiche Volkstänze geprobt.
Angeführt wird die Truppe derzeit von mehreren Deandl, die die Gruppe gut organisieren und mit Freud bei der Sach sind. Vielleicht finden sich auch noch ein oder zwei Männer, die nicht nur gerne dabei sind, sondern auch Verantwortung übernehmen und die Deandl unterstützen wollen.
Musikalisch begleitet wird die Gruppe von unserem Vereinsmusikanten Andi Fröhler, der jede Tanzprob zu etwas ganz besonderen macht. Eine Probe mit der Musi abgespielt vom Bandl wäre halt nur die halbe Freud.
Die Plattlerproben finden in der Regel an einem Freitag statt. Die Termine könnt ihr im Kalendar einsehen. Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung. Ein jede*r ist herzlich willkommen.

Böllerschützen
1979 bei der Feier zum 60. Gründungsjahr spendete der ortansässige Firmeninhaber Dr. Bruno Storp einen Handböller und legte damit den Grundstein für unsere Böllergruppe, was die Gemeinde mit einem zweiten Exemplar ergänzte. Das führte schließlich zur Gründung einer Böllergruppe innerhalb des Trachtenvereins im Dezember 1979. Zehn Vereinsmitglieder legten bereits im Oktober desselben Jahres die Fachkundeprüfung ab und wählten in der Gründungsversammlung den 1. Schussmeister samt Vertreter und gaben sich eine Satzung. Das Landratsamt erließ erfreulich schnell die Böllerschießerlaubnis und so war im Dezember zum 70. Geburtstag des Bürgermeisters zum ersten Mal das „Hoch legt an“ vom Schussmeister zu hören. Am Heiligen Abend dann das erste „Christkindlanschießen“, das seitdem jedes Jahr oben an der neuen Kirch zu hören ist. In der Zwischenzeit zählt die Böllergruppe 20 Mann (Frauen sind keine dabei), die vorwiegend örtliche Festlichkeiten wie besondere Geburtstage, Hochzeiten, Vereinsfeste anschießen oder auch mal bei einer Beerdigung einem verdienten Vereinsmitglied die letzte Ehre erweisen. Heute haben wir einen jungen Schussmeister, der die Gruppe organisiert, sich um die entsprechenden Anforderungen und Nachweise kümmert und das Pulver richtig lagert und ausgibt. Zuletzt konnte man die Schüsse bei der Maimusi 2026 immer wieder hören, am Festsonntag schon ganz in der Früh oder auch bei der Wandlung, was den Pfarrer besonders gefreut hat.

Unser Museum
Jeden ersten Sonntag im Monat könnt Ihr unser Museum, die „Hoamatstubn“ im Jägerhaus in der Burgstraße 5 von 14:00 – 16:00 besuchen. Eine kleine und feine Dauerausstellung wird immer wieder ergänzt mit verschiedenen Exponaten. Ob altes bayrisches Gewand, ein besonders bestückter Hochzeitsschrank, ein alter Rechenschieber, Geschirr (ua. von der ehemaligen Bahnhofs-Restauration), altes Spielzeug, Schmuck, Geschirr, Wäsche oder Wissenswertes über Baierbrunner Persönlichkeiten und mehr sind liebevoll präsentiert und zusammengestellt. Evi Schmalisch führt euch gerne durch die Ausstellung und erzählt euch zu vielen Exponaten Interessantes und spannende Geschichten.
